Wer eine Immobilie verkauft, hört früher oder später den Rat, die Räume „stagen“ zu lassen — also verkaufsfertig einzurichten. Die entscheidende Frage ist, was das kosten darf: Zwischen mehreren tausend Euro für klassisches Home Staging mit echten Möbeln, festen Bildpreisen bei Agenturen für virtuelles Staging und wenigen Cent pro Foto mit KI-Tools liegt eine Spanne von mehreren Größenordnungen. In diesem Ratgeber ordnen wir die Zahlen für den deutschen Markt: was klassisches Staging laut Branchenverband DGHR kostet, was Dienstleister für virtuelles Staging pro Bild berechnen, wie KI-Staging preislich funktioniert — und für welche Immobilie sich welcher Weg tatsächlich rechnet.
Bevor es um Kosten geht, lohnt der Blick auf den Nutzen. Die Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign (DGHR) wertet regelmäßig Projekte ihrer Mitglieder aus — und die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache:
Die Zahlen stammen aus Projekten der Verbandsmitglieder und sind keine neutrale Marktstudie — die Richtung ist aber eindeutig: Eine eingerichtete, gepflegt präsentierte Immobilie verkauft sich schneller und näher am Wunschpreis als kahle Räume. Die eigentliche Frage ist also nicht ob, sondern wie und zu welchem Preis Sie stagen.
Beim klassischen Home Staging richtet ein Profi die Immobilie mit echten Mietmöbeln, Leuchten und Dekoration ein. Als Faustregel nennt die Branche Kosten von 1 bis 3 % des angestrebten Verkaufspreises — bei einem Haus für 400.000 € also 4.000 bis 12.000 €. Nach Objektgröße aufgeschlüsselt sehen die üblichen Preisspannen so aus:
| Objekt | Typische Kosten | Enthalten |
|---|---|---|
| Wohnung, 60–80 m² | ca. 2.000–5.000 € | Konzept, Möbelmiete, Transport, Auf- und Abbau |
| Haus, 120–200 m² | ca. 5.000–15.000 € | wie oben, plus mehr Räume und Außenbereiche |
| Premium-Objekt / Villa | ab ca. 15.000 € | individuelle Einrichtung, oft mit Zusatzleistungen |
Im Preis enthalten sind üblicherweise die Beratung, die Möbelmiete für rund drei Monate, Transport, Auf- und Abbau sowie Dekoration — eine detaillierte Aufschlüsselung liefert etwa dieser Kosten-Ratgeber oder das Immobilienlexikon von McMakler.
Achten Sie auf die Mietdauer im Angebot: Dauert die Vermarktung länger als die inkludierten Monate, fallen für die Möbel laufende Verlängerungskosten an — ein oft unterschätzter Posten.
Beim virtuellen Staging bleibt die Immobilie leer — eingerichtet wird nur das Foto. Grafiker oder 3D-Artists möblieren die Aufnahmen digital und liefern portal-fertige Bilder zurück. Deutsche Anbieter berechnen dafür laut Marktübersicht etwa 15 bis 120 € pro Bild, die meisten Angebote liegen zwischen 30 und 80 €.
Gegenüber klassischem Staging ist das ein Bruchteil der Kosten bei ähnlicher Wirkung im Portal — denn die Kaufentscheidung für die Besichtigung fällt beim Scrollen durch die Fotos. Der Preis pro Objekt bleibt aber dreistellig, und bei jedem neuen Objekt zahlen Sie erneut.
Die dritte Variante ist die jüngste: KI-Tools wie unser AI Virtual Staging Tool richten das Foto in unter einer Minute selbst ein. Sie laden die Aufnahme hoch, wählen Raumtyp und Einrichtungsstil — die KI erkennt die Raumgeometrie und platziert passende Möbel, ohne Wände, Fenster oder Böden zu verändern. Je nach Paket kostet das wenige Cent bis rund einen Euro pro Bild; die aktuellen Pakete finden Sie unter Preise.
Egal ob Agentur oder KI: Kennzeichnen Sie virtuell eingerichtete Fotos im Exposé als „virtuell möbliert“. Warum das wichtig ist, lesen Sie im Beitrag Ist virtuelles Home Staging erlaubt?
Alle drei Wege im direkten Vergleich — mit typischen Kosten für eine 80-m²-Wohnung mit sechs Anzeigenfotos:
| Methode | Kosten (Beispiel 80 m²) | Dauer | Am besten geeignet für |
|---|---|---|---|
| Klassisches Home Staging | 2.000–5.000 € (1–3 % vom Preis) | 1–2 Wochen Vorlauf + Mietdauer | Hochpreisige, leere Objekte, bei denen die Besichtigung überzeugen muss |
| Virtuelles Staging (Agentur) | ca. 200–500 € (30–80 €/Bild) | 1–3 Werktage pro Runde | Einzelne Objekte ohne Zeitdruck, individuelle Sonderwünsche |
| KI-Staging | wenige Euro gesamt | unter 1 Minute pro Bild | Makler mit laufendem Portfolio, schnelle Stil-Tests, Privatverkäufer |
Der Unterschied liegt weniger in der Bildwirkung im Portal — gut gemachtes virtuelles Staging ist von Agentur wie KI fotorealistisch — sondern in Preis, Tempo und Kontrolle: Beim KI-Staging behalten Sie beides selbst in der Hand.
Die ehrliche Antwort lautet: Es hängt vom Objekt ab — und die Varianten schließen sich nicht aus.
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Als Faustregel gelten 1 bis 3 % des angestrebten Verkaufspreises. Für eine Wohnung mit 60–80 m² sind das typischerweise 2.000–5.000 €, für ein Haus mit 120–200 m² etwa 5.000–15.000 € — inklusive Möbelmiete für rund drei Monate, Transport und Auf- und Abbau.
Deutsche Agenturen berechnen etwa 15–120 € pro Bild, die meisten Angebote liegen bei 30–80 € mit 1–3 Werktagen Lieferzeit. KI-Tools erledigen dasselbe in unter einer Minute für wenige Cent bis rund einen Euro pro Bild.
Die Statistik der DGHR spricht dafür: Über 73 % der gestagten Objekte erzielen den Angebotspreis oder mehr, rund zwei Drittel verkaufen sich innerhalb von vier Wochen. Entscheidend ist, dass die Kosten zum Objekt passen — genau deshalb lohnt der Vergleich der drei Varianten.
Ja, das ist dringend zu empfehlen: Ein Hinweis wie „virtuell möbliert“ am Bild oder im Exposé schafft Transparenz und schützt vor dem Vorwurf der Irreführung. Details dazu im Beitrag über die Regeln des virtuellen Home Stagings.
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